Psyche und Bewegung

Welchen Beitrag kann körperliche Betätigung für unser seelisches Wohlbefinden leisten. Körper und Geist können nur miteinander funktionieren und beeinflussen sich somit gegenseitig. Gesundheitswirksame Bewegung ist somit natürlich positiv.

Sport und Bewegung wirken auf unsere Psyche
ähnlich wie ein Medikament – in der Regel aber mit nur positiven „Nebenwirkungen“.
Bei Bewegung passiert im Körper so einiges. Hormone werden ausgeschüttet. Allen voran Dopamin und Serotonin. Dopamin ist der „Botenstoff des Glücks“ und ist für den Belohnungseffekt zuständig. Serotonin ist ebenso ein Glückshormon welches die Gedächtnisleistung stimuliert und sich positiv auf den Schlaf auswirkt. Allein diese zwei Botenstoffe erklären ganz einfach, warum wir uns nach Sport oder Bewegung besser fühlen. Wenn du bereits regelmäßig Bewegung machst, kennst du den Effekt. Auf eine Glücksexplosion können sich jene freuen, die nie oder nur sehr selten einer körperlichen Aktivität nachgehen.

Erlebe deine Selbstwirksamkeit
Nicht Bewegen heißt, weniger als 30min pro Woche bei mittlerer Intensität. Wenn hierzu noch viel sitzen kommt, bedeutet das langfristig nichts Gutes für den Körper. Viele chronische Erkrankungen können entstehen, die Wirkung von Insulin im Körper nimmt ab, der Blutdruck steigt, der Schlaf wird schlechter und die Stimmung leidet, Depressionen oder Angsterkrankungen werden gefördert.
Ergo -> Bewegung, Sport wirkt all diesen unschönen Dingen entgegen und zwar sehr wirksam.
Was ist zu tun: lt. WHO 150-300min pro Woche Bewegung bei mittlerer Intensität. Also ½h bis 1h an 5 Tagen der Woche. Dann wird deine Hirngesundheit gefördert, du schläfst besser, deine Lebensqualität steigt, deine Stimmung hebt sich und Ängste oder Depression können kaum wirksam werden.
Außerdem wirst du eine positive Veränderung an deiner Körperstruktur bemerken ebenso wie du deinen Körper wahrnimmst. Dein Körpergefühl, dein Körperbewusstsein werden neue Dimensionen erreichen.
Das Ganze erhältst du Rezeptfrei.

Welche Art von Bewegung das ist oder welche Sportart, ist nicht primär wichtig. Essentiell ist, dass du es mit Leidenschaft machst und Spaß dabeihast.

Um mit Bewegung zu beginnen, kann es Hilfreich sein sich ein Ziel zu setzten. Dies aber richtig und zwar SMART: spezifisch – messbar – attraktiv – realistisch – terminiert.
z.B.: Ich möchte bis zum 1.2.2022 also in 4 Monaten 5kg abnehmen, indem ich 3x pro Woche Bewegung in Form von 2x 1h laufen und 1x 1/2 h Krafttraining mache.
(Hier ist meine Empfehlung ein individueller Trainingsplan).

Ein zweiter Schritt kann sein, dass du dein großes Ziel in kleine Häppchen aufteilst und es somit viel besser vorstellbar für dich ist. Auch der oft genannte Schweinehund hat dann weniger Chance zu wirken.

Integration
Hilfreich ist auch, dass du den Weg zu deinem Ziel in deinen Alltag integrierst. z.B. die Treppe nehmen, eine Bushaltestelle früher aussteigen, mal das Rad anstelle des Autos nehmen, den Drucker vom Arbeitsplatz wegstellen um aufstehen zu müssen, Zähne putzen auf einem Bein, auf einem Gymnastikball sitzen statt eines Bürosessels, eine doppelte Portion Salat, usw. Deiner Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.
Integriere Atemübungen in deinen Alltag (z.B. vor dem schlafen gehen). Bewusstes Atmen reduziert den Stresslevel. Beschenke dich selbst mit Achtsamkeit.

Auf dem Weg zu deinem Ziel wirst du immer wieder kleine Erfolge haben. Nimm diese auch bewusst als solche wahr. Sei stolz auf dich! Lobe dich! Teile deine Freude!

Der Optimale Mix an Bewegung ist eine Kombination von Ausdauer-, Kraft- und Koordinations- bzw. Gleichgewichtstraining.  Da unsere Muskulatur bereits um das 30Lebensjahr wieder beginnt abzubauen, ist diese Mischung von immenser Bedeutung.
Denn je mehr Muskulatur du hast desto mehr Botenstoffe werden in dein Gehirn geschickt von denen du, wie oben beschrieben, profitierst.
Der Richtige Zeitpunkt zu Beginnen ist immer jetzt.  

Atmen – bewegen – leben
kerngesund.fit